Unser Beitrag zum Thema Feinstaub
Feinstaub - steckt die Ölindustrie dahinter?
Verstehen muss man es nicht. Da wird dem Endverbraucher jahrelang in mühevoller Aufbauarbeit nahe gebracht, dass er der Umwelt und sich etwas Gutes tut, wenn er mit regenerativen Energien wie Holz oder Pellets heizt. Auch die Medien haben über die darin liegenden Vorteile tatkräftig berichtet.
Seit diesem Jahr bläst der Wind nun aus einer anderen Richtung. Die aufgekommene Feinstaubdiskussion sorgt für Verunsicherung. Der Ökobonus wird dem Verbraucher plötzlich aberkannt. Der umweltbewusste Holzheizer wird zum öffentlichen Buhmann und bekommt zusätzlich, im übertragenen Sinn, noch Holzscheite zwischen die Beine geworfen.
Namhafte Hersteller könnten dieser leidigen Diskussion gelassen entgegen sehen, wenn nicht alle Holzöfen und Produzenten von den Medien über einen Kamm geschoren werden würden. Doch auf eine Berichterstattung, welche auf fundiertes Fachwissen und Hintergrundinformationen basiert, wartet man in dieser Zeit vergeblich. Der Schaden, welcher der gesamten Branche (Produzenten, Zulieferer, Kachelofenbauer, Heizungsbauer ect.) allein in diesem Jahr entstanden ist, liegt in Millionenhöhe.
Durch eine mangelhafte Berichterstattung und einer unzureichenden Definition von Holzheizungsarten ist es der Regierung gelungen eine ganze Branche nachhaltig zu schädigen. Durch massive Umsatzrückgänge sind Firmen gezwungen Mitarbeiter zu entlassen. Dem Verbraucher wird suggeriert, dass alle Holzheizungen schlecht sind. Kein Wort wird darüber verloren, dass es jetzt schon sehr gute Holzöfen gibt mit hervorragenden Werten! Wer traut sich darüber zu schreiben, dass zum Beispiel mit einem Thermokamin-Ofen (wasserführenden Ofen) ein ganzes Einfamilienhaus mit Wärme versorgen kann und sehr gute Werte besitzt? Warum werden solch wichtige Informationen zurück gehalten?
Weshalb wird von der Presse nicht unterschieden zwischen „Bauhausöfen“ und Qualitätsöfen? Nicht nur der Preis für eine Feuerstätte sondern die Konstruktion des Gerätes hat in erster Linie Einfluss auf das Emissionsverhalten. Doch solche Informationen werden nicht bekannt, da sie sich in den Medien wenig aufreißerisch darstellen lassen.
Fakt ist, dass der Verbraucher schon heute auf Öfen zugreifen kann, die den Anforderungen entsprechen die in den kommenden Monaten in Kraft treten sollen. Zu verdanken ist dies den Firmen, die sich schon immer dem Umweltaspekt verschrieben haben. Die stetige Forschung dieser Firmen, welche hohe Investitionen nach sich ziehen, trägt dazu bei, dass immer bessere Öfen auf den Markt kommen. Doch diese renommierten Firmen werden von den Medien mit den „Billiganbietern“ in einen Topf geworfen.
Das Thema Feinstaub wird seit einem Jahr durch die Presse gezogen und immer wieder mit Vorschlägen und „Verbesserungen“ seitens des Gesetzgebers neu entfacht. Man kann nur hoffen, dass die Regierung in dieser„never ending storry“ zu einer raschen Einigung in der neuen Novellierung findet, denn nur so kann der Verunsicherung von Verbrauchern, Handwerkern und Herstellern entgegengewirkt werden.
Dem Sprecher des Bundesumweltministeriums kann nur geraten werden, sich mit namhaften Ofenherstellern oder Fachverbänden vor seinem nächsten Statement zu beraten. Denn nur wer genug Sachverstand hat sollte lauthals verkünden dürfen, wer oder was hier die „Dreckschleudern“ sind. Nun gilt es, das Kind aus dem Brunnen zu holen um den zugefügten Imageschaden so gering wie möglich zu halten.
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Quelle: Haus + Hof - Ausgabe 6/2007
