Grundofen
Technik:
Der Brennstoff, Holz, liegt auf dem Grund des Ofens, der keinen Rost hat. Das Holz wird in einer bestimmten Zeit abgebrannt und die im Abbrand entstehende Wärme im Schamottestein gespeichert, die nach und nach über die Oberfläche abgegeben wird. Ein Grundofen ist meist verputzt, kann aber auch gekachelt werden. Grundöfen könne auch mit einem Wärmetauscher für die Warmwasserproduktion versehen werden. Eine Wassererwärmung mit dem Grundofen ist technisch machbar, jedoch nur in seltenen Fällen wirtschaftlich sinnvoll.
Handhabung:
Routine ist sehr förderlich. Zum Entzünden erst ein kleines Feuer mit dickeren Holzstücken, bis der Kamin richtig zieht, dann umschalten, dass alle Züge warm werden. Daraufhin ein großes Feuer mit dünneren Holzstücken anfachen, die Verbrennungsluft muss in die Flammen geleitet werden.
Wohlfühlfaktor:
Mäßig. Man kann meist – je nach Bauart des Ofens – das Flammenspiel nicht verfolgen.
Wirtschaftlichkeit:
Grundöfen werden heute meistens als Zusatzheizung neben einer modernen Heizungsanlage gebaut. Der Grundofen hat ein sehr träges Wärmeverhalten und erfordert lange Anheizzeiten. Ein fachgerecht gebauter Grundofen braucht nach dem Abschluss des Verbrennungsprozesses meist zwei bis drei Stunden, bevor die erste Wärme an den Oberflächen spürbar wird. Je schwerer der Ofen ist, desto länger kann er die Wärme speichern – für eine ordentliche Heizleistung müssen also sehr große Abmessungen in Kauf genommen werden.
Öko-Faktor:
Gering. Die Emissionen von Feststoffen und Gasen sind je nach Bauart, Brennstoff und Betriebsart der Öfen sehr unterschiedlich. Grundsätzlich ist der Grundofen wegen des hohen Feinstaubausstoßes umwelttechnisch nicht sonderlich günstig.
Brennstoffe:
Holz, Braunkohle (Rost vorausgesetzt)
