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HolzgeschichteKleine Zeitreise
Unsere Liebe und Begeisterung für das Holzfeuer wurzelt in unserer Vergangenheit. Der Mensch entwickelte sich und lernte das Feuer zu bändigen. Wann dieser Prozess begann, wissen wir nicht. Seit 350.000 Jahren jedenfalls nutzt und beherrscht der Mensch die Kraft des Feuers. 300.000 Jahre v. Chr.: Die ersten Europäer, die das Feuer nachgewiesenermaßen beherrschten, lebten vor über 300.000 Jahren in Thüringen. Sie konnten über dem Feuer Fleisch braten oder zermahlten Samen um über heißen Steinen Fladenbrot zu backen. 12.000 Jahr v. Chr.: In dieser Zeit scheint einem aufmerksamen Ahnen nach einem Wohnsitzwechsel das Entdeckerlicht aufgegangen zu sein. Damals war es zweckmäßig, die Glut des Feuers von Lagerplatz zu Lagerplatz mitzunehmen. Dazu wurden glühende Holzstücke in Schalen aus frischem Lehm oder Ton transportiert. Dadurch ersparte man sich das mühselige Anreiben von Zunderschwamm und Moos. Diesem Vorfahr fiel nun am neuen Lagerplatz auf, dass die Tonschale hart geworden und fast wasserundurchlässig war. Damit war der Anfang für das Töpfergewerbe gelegt – ohne Patentamt. Der eigentliche küchentechnische Durchbruch des Töpfergewerbes erfolgte aber erst nach 4.500 v. Chr. Man sieht, dass es damals 7.000 Jahre dauerte, bevor sich eine gute Erfindung durchsetzte. 2000 Jahre v. Chr.: Die Menschen lernten mit Hilfe des Feuers aus Erz Metalle zu schmelzen. Werkzeug und Waffen konnten geformt werden. Es gab Menschengruppen die das Entzünden eines Feuers nie erlernten. Ging diesen Menschen durch Leichtsinn oder Naturgewalten das Feuer aus, war Heulen und nächtliches Zähneklappern angesagt. 800 Jahre n. Chr.: Das offene Feuer war über Jahrhunderttausende ein Mittelpunkt im menschlichen Leben. Als der Mensch sich Zelte, Hütten und später Hauser errichtete, nahm er dieses wärmende Element mit in den geschlossenen Raum. Zunächst blieb die Feuerstelle auch im geschlossenen Raum offen. Zwar hatten die Römer schon die raffinierte Warmluft-Fußboden- und Wandheizung in der damaligen Welt verbreitet, die Germanen blieben jedoch überwiegend beim offenen Herd. Lediglich die gute Stube wurde bei wohlhabenden Hausbesitzern über die Wände von heißen Rauchgaszügen erwärmt. Weil diese gemauerten Rauchgaszüge später oft mit Kacheln ummantelt wurden, bezeichnete man diese Heiztechnik als Kachelofen. 1.700 Jahre n. Chr.: Der Brennstoff Holz wird zunehmend knapp. Die energieverschleudernden offenen Feuerstellen im Haus müssen durch eine sparsamere Heiztechnik abgelöst werden. In einigen deutschen Ländern erhalten die Erfinder von "Sparöfen" Prämien. Dank des höheren Wirkungsgrades und wegen der höheren Feuersicherheit für das Haus setzen sich die geschlossenen Herde und Öfen allmählich durch. 2.000 Jahr n. Chr.: Die ursprüngliche Wärme offener Holzfeuer schafft besonders viel Gemütlichkeit. Das Spiel der Flammen fasziniert. Offene Kamine erleben eine Renaissance. Die größer gewordene Bevölkerungsdichte und die Sorge um reine Luft machen auch eine technische Weiterentwicklung der Holzöfen erforderlich. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat es einen beträchtlichen technologischen Fortschritt gegeben. Aus Holz-Ofen wurden technisch arbeitende Feuerungsanlagen mit elektronischer Steuerung. In ihnen wird der gasreiche Brennstoff Holz viel besser verbrannt als dies früher möglich erschien. Fenster drucken Fenster schliessen | |
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