Kaminofen
Technik:
einfaches Prinzip, robust. Es wird nur Raumwärme erzeugt. Im Verbrennungsmoment wird üblicherweise sehr viel Wärme freigesetzt. Nach dem Ausbrennen ist wenig bis keine Speicherwärme vorhanden.
Handhabung:
Die Inbetriebnahme erfordert etwas Routine, Geduld und auf jeden Fall fein gespaltenes Anfeuerholz. Zuerst Zeitungspapier in den Brennraum legen. Darüber zerrissenen Karton und klein gestückeltes Holz schichten. Nach dem Anzünden den Brennvorgang durch die Zufuhr zusätzlicher Verbrennungsluft unterstützen. Später kleinere Holzstücke nachlegen. Nach 15-20 Minuten hat der Kaminofen seine Betriebstemperatur erreicht. Immer größere Türscheiben führen manchmal zu Problemen beim Öffnen, es qualmt. In Niedrigenergiehäusern funktionieren Kaminöfen oft nicht. Das ist der Fall, wenn es an dem für die Verbrennung notwendigen Sauerstoff mangelt. Fingerspitzengefühl erfordert auch die Temperaturregelung: Die meisten Kaminöfen haben eine Wärmeleistung von sechs bis acht Kilowatt. Für ein durchschnittliches Wohnzimmer von etwa 30 Quadratmetern Fläche in einem Neubau ist das zu viel. Die Folge ist häufig eine zu hohe Raumtemperatur, wenn es dem Ofenbesitzer nicht gelingt, die Flamme klein zu halten.
Wohlfühlfaktor:
Hoch aufgrund von gemütlicher, angenehmer Wärme, die sich gleichmäßig im Raum verteilt. Problem: Die Kaminglasscheibe verrußt und muss von Zeit zu Zeit gereinigt werden.
Wirtschaftlichkeit:
Dank der Hitze verbrennen die Gase fast vollständig und schadstoffarm. Dabei wird ein Wirkungsgrad von etwas über 60 Prozent erzielt, die Abgasverluste liegen mit bis zu 40 Prozent allerdings relativ hoch. Dieser Ofentyp wird hauptsächlich für kurzzeitigen Heizbetrieb eingesetzt. Ein Kaminofen ist dennoch viele Jahre lang im Einsatz und rechnet sich in Relation zum Einsatz von Heizanlagen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, mittel- bis langfristig. Er kommt allerdings ausschließlich als Zusatz- und Zweitheizung in Frage, zumal die Heizreichweite innerhalb eines Gebäudes begrenzt ist.
Öko-Faktor:
Eine wesentliche Voraussetzung für einen niedrigen CO2-Ausstoß bezeihungsweise die CO2-neutrale Holzverbrennung ist die richtige Verbrennung von Holz. Hierbei kommt es darauf an, dass das Brennholz wenig Restfeuchte enthält. Man bedenke: Nicht alle Kaminöfen arbeiten gleich effizient.
Brennstoffe:
Scheitholz, gegebenenfalls Holzbriketts
