Offener Kamin / Heizkamin
Technik:
die ursprünglichste Art der Heizung. Es wird nur Raumwärme erzeugt, die nicht gespeichert werden kann. Es kann außerdem Funkenflug entstehen. Den Heizkamin steht in der Tradition Offenen Kamins, verfügt aber über einen Heizeinsatz. Er ist mit einer Glastüre versehen. Hohe Leistungsabgabe im Heizzeitraum, wenig danach.
Handhabung:
Die Inbetriebnahme erfordert etwas Routine und Geduld. Zuerst Zeitungspapier in den Brennraum legen. Darüber zerrissenen Karton und klein gestückeltes Holz schichten. Nach dem Anzünden den Brennvorgang durch die Zufuhr zusätzlicher Verbrennungsluft unterstützen. Später kleinere Holzstücke nachlegen. Nach 15-20 Minuten hat der Kaminofen seine Betriebstemperatur erreicht. Insbesondere bei offenen Kaminen, aber auch bei allen anderen Feuerstätten, kann es bei starken, böigen Winden oder bei bestimmten Windrichtungen zu Rückstau kommen.
Wohlfühlfaktor:
Niedrig. Die Wärme verteilt sich nicht gleichmäßig im Raum. Beim Heizkamin entsteht Strahlungswärme nur an der Scheibe. Allerdings in beiden Fällen schöne Atmosphäre des Flammenspiels.
Wirtschaftlichkeit:
Offene Kamine dürfen nur wenige Stunden betrieben werden, weil sie eine hohe Menge CO2 (Kohlenstoffdioxid) ausstoßen. Der Wirkungsgrad offener Kamine ist im Vergleich zu geschlossenen Feuerstätten gering, da durch die freien Feuerräume viel ungenutzte Energie verloren geht. Ein nachträglicher Einbau ist nur mit extremem Aufwand möglich. Die Wärmenutzung ist gering; sie erfolgt im Wesentlichen nur über Wärmestrahlung aus dem Feuerungsbereich. Geld sparen lässt sich mit einem offenen Kamin nicht, schon eher mit einem Heizkamin, weil der einen höheren Wirkungsgrad von bis zu 50 Prozent erreicht.
Öko-Faktor:
Aufgrund des niedrigen Wirkungsgrades gering. Die Emissionen sind verhältnismäßig hoch. – Der Feinstaubausstoß liegt bisweilen sogar über dem zulässigen Grenzwert von 150 Milligramm pro Kubikmeter Abluft.
Brennstoffe:
Scheitholz, gegebenenfalls Holzbriketts
