Speckstein-Ofen
Technik:
traditionell - schon die Wikinger wussten um die zahlreichen positiven Eigenschaften von Speckstein, der sich aus durch eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und Hitzebeständigkeit auszeichnet. Ein Specksteinofen wird bis zu 1200 Grad heiß. Durch die hohe Dichte des Specksteins ist eine Feuchtigkeitsaufnahme aus dem Rauch nur begrenzt möglich. Deshalb ist die Versottungsgefahr für den Kamin relativ groß. Beim Versotten schlägt sich Wasserkondensat an den Innenwänden des Schornsteins nieder. Der Wasserdampf bindet schwefligen Säuren, und es entsteht ein Kondensatgemisch, das den Kamin zersetzen und durchdringen kann.
Handhabung:
Die meisten Öfen haben einen Aschenkasten mit Deckel. So lässt sich die Asche praktisch und sauber entfernen, ohne zu stauben.
Wohlfühlfaktor:
Hoch. Großes Manko allerdings: Der Speckstein braucht mit bis zu drei Stunden sehr lange zum Aufheizen.
Wirtschaftlichkeit:
Der Verbrennungsvorgang in einem Specksteinofen erreicht einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent. Als Dauerbrandofen allerdings kaum geeignet, da er überwiegend – bis zu 80 Prozent - Strahlungswärme abgibt und somit die Raumluft weniger erwärmt als andere Ofensysteme. Der hohe Anschaffungspreis ist ein weiteres Manko; der Specksteinofen in akzeptabler Produktqualität kostet etwa das Doppelte eines herkömmlichen Kaminofens.
Öko-Faktor:
Wegen der hohen Temperaturen werden viele Abgase bereits im Ofen verbrannt. Der CO2-Ausstoß ist moderat.
Brennstoffe:
Scheitholz, gegebenenfalls Holzbriketts
